Kirchenvorstand
Der Kirchenvorstand führt auf gesetzlicher Grundlage die Verwaltungsgeschäfte der Gemeinde, vertritt die Gemeinde nach außen. Er schafft und sichert mit seiner Tätigkeit die Rahmenbedingungen für pastorales Handeln und soll mit seiner Fachkompetenz das Gemeindeleben fördern und begleiten. Dazu gehören:

  • Die Personalverantwortung für die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirchengemeinde, auch in den beiden Kindertagesstätten St. Gottfried und St. Maximilian-Kolbe
  • Die Verantwortung für den Haushalt, die Immobilien und das Grundeigentum
  • Die rechtliche Verantwortung für die Durchführung des betrieblichen Arbeits- und GesundheitsschutzesDer Kirchenvorstand (KV) und der Pfarreirat (PR) arbeiten vertrauensvoll zusammen, der KV ist im PR vertreten und der PR im KV.

Der Kirchenvorstand berät seine Themen regelmäßig im Plenum und arbeitet im Übrigen in Ausschüssen.

Dem Kirchenvorstand gehören der Pfarrer/Pfarrverwalter, der Kaplan, zehn von der Gemeinde gewählte Gemeindevertreter und beratende Mitglieder an. Die Kirchenvorstandswahlen finden alle drei Jahre statt; dann wird – zur Sicherung der Kontinuität – jeweils die Hälfte der Gemeindevertreter auf sechs Jahre neu gewählt.
Die letzten Wahlen wurden am 7./8. November 2015 und am 17./18. November 2018 durchgeführt.


Pater Marek Bednarski ist als Pfarrverwalter Vorsitzender des Kirchenvorstands,
Pater Hubert Vogel ist als Kaplan Mitglied des Kirchenvorstands,

Thomas Kniesel, gewählter Gemeindevertreter, ist stellvertretender Vorsitzender.

Die Ausschüsse des Kirchenvorstands setzen sich zurzeit wie folgt zusammen:

– Personalangelegenheiten:                             Pater Marek Bednarski, Gilbert Aldejohann, Ute Dechant, Marc Voges
                                                                                              Rolf Lodde (als Mitglied des PR)
– Haushalt / Rechnungsprüfung:                    Günter Börste, André Kemler
– Bauangelegenheiten:                                         Ulrich Doll, Heinz Rölfing, Franz-Josef Walters
– Kindergärten:                                                          Pater Marek Bednarski, Sabine Becker, Ute Dechant
– Organisation / Verwaltung:                            Pater Marek Bednarski, Thomas Kniesel, Sabine Becker, Marc Voges


Wer hat das Kirchenvorstandsrecht erlassen?

Die Stellung und die Aufgaben der Kirchenvorstände sind im Land Nordrhein-Westfalen im staatlichen Gesetz über die Verwaltung des Katholischen Kirchenvermögens festgelegt. Dieses staatliche Gesetz, das die Vermögensverwaltung in den katholischen Kirchengemeinden regelt, ist vorrangig gegenüber innerkirchlichen Regelungen (Indult des Hl. Stuhls vom13.01.1984) und in diözesanes Recht umgesetzt.
Das Gesetz geht auf die preußische Kulturkampfgesetzgebung des Jahres 1875 zurück; es gilt heute in der Fassung des preußischen Gesetzes vom 24.07.1924 als nordrhein-westfälisches Landesrecht für den Bereich der 5 (Erz)-Diözesen in unserem Bundesland weiter (Beschluss des Landtages vom 7.12.1948). Änderungen und Aufhebung dieses Gesetzes bedürfen der Zustimmung des Landtages NRW.
Kirchenvorstände sind im codex juris canonici, dem allgemein kirchlichen Gesetzbuch für die Lateinische Kirche, nicht vorgesehen. Nach dem codex obliegt die Vertretung und Verwaltung des Vermögens der Pfarrgemeinde dem Pfarrer, dem ein Verwaltungsrat beigeordnet ist. Demgegenüber ist der Kirchenvorstand ein Kollegialorgan, dessen Vorsitzender der Pfarrer ist.
Obwohl das staatliche Gesetz von seiner ursprünglichen Zielrichtung her eindeutig von antikirchlicher Motivation geprägt war, stellt es heute einen anerkannten Bestandteil des gewandelten Verhältnisses zwischen Staat und Kirche dar. Insbesondere in Zeiten der Anpassung kirchlicher Strukturen an neue Gegebenheiten der Seelsorge in den Kirchengemeinden bieten die gesetzlichen Regelungen über die Aufgaben und Arbeitsweise des Kirchenvorstandes gute Möglichkeiten der Delegation von Verwaltungsaufgaben mit dem Ziel der Entlastung der Priester.
Die dienende Funktion der kirchlichen Vermögensverwaltung kann und soll verstärkt durch Gemeindemitglieder aller Altersgruppen mit entsprechender Berufs- und Lebenserfahrung wahrgenommen werden. Sie weisen sich durch eine engagierte Haltung zum Glauben und zur Kirche, Sachkompetenz sowie die Bereitschaft zur Wahrnehmung der Aufgaben der Vermögensverwaltung aus.
In zunehmendem Maß sollten Kirchenvorsteher bereit sein, den Pfarrer von den alltäglich anfallenden Aufgaben der Verwaltung zu entlasten; die Laienmitglieder im Kirchenvorstand werden mehr als bisher für die Umsetzung der Beschlüsse des Gremiums selbst Sorge zu tragen haben.

Abgrenzung zum Pfarreirat

Der Pfarreirat ist das vom Bischof anerkannte Organ des Laienapostolats der Gemeinde und vom Bischof mit der Wahrnehmung der Funktion eines Pastoralrats beauftragt.
Der Pfarreirat trägt gemeinsam mit dem Pfarrer bzw. Leiter der Gemeinde und den pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Verantwortung für das pastorale Handeln in der Gemeinde.

Warum gibt es zwei Gremien?

Die Errichtung der Pfarreiräte beruht auf Beschlüssen des II. Vatikanischen Konzils. Die Pfarreiräte haben einen eigenen, von dem der Kirchenvorstände unterschiedenen Aufgabenkreis außerhalb des Regelungsbereiches des Vermögensverwaltungsgesetzes.

Der Pfarreirat beruht auf kirchlichem Recht, der Kirchenvorstand auf staatlichem Recht.

Deshalb ist es nicht möglich, bei Fortgeltung des staatlichen VVG beide Gremien zur vereinen. In Diözesen außerhalb Nordrhein-Westfalens, in denen das staatliche Vermögensverwaltungsgesetz durch ein eigenes kirchliches Gesetz abgelöst wurde, besteht die Möglichkeit beide Gremien zusammenzuführen.