Auf der Grundlage eines städtebaulichen Wettbewerbes entstand zwischen 1968 und 1976 auf einer Fläche von 32 ha die Großsiedlung Berg Fidel mit rund 1250 Wohnungen. Über 60% der Wohnungen wurden mit öffentlichen Fördermitteln errichtet. Anfänglich lebten etwa 4.000 Menschen in den Neubauwohnungen. Heute ist die Einwohnerzahl auf unter 3.800 gesunken.

 

Der Pfarrgemeinde St. Gottfried war es wichtig, in der Großsiedlung mit einem eigenen Gebäude präsent zu sein. So entstand in den Jahren 1973/1974 nach Plänen des Architekten Wessels ein typisiertes Gemeindehaus, das seinerzeit in seiner Grundform an mehrern Orten des Bistums Münster errichtet wurde. Es war für alle Zwecke der Gemeindearbeit vorgesehen und besaß einen zentralen Gottesdienstraum für die Sonntagsmessen mit 200 Sitzplätzen, dem je nach Bedarf zwei weitere Räume „zugeschaltet“ werden konnten. Die Einweihung wurde am 11. November 1974 um einen transportablen Altar gefeiert.

 

Bereits nach etwas mehr als nur zehn Jahren wurden die Stimmen immer lauter, die anstelle von Multifunktionsräumen die Schaffung eines festen Sakralraumes wünschten. Der Architekt Peter Wörmann erhielt den Umgestaltungsauftrag, so dass am 1. September 1990 Regionalbischof Friedrich Ostermann den neuen Altar im mooreicheverkleideten Kirchenraum einweihen konnte.

 

Anschließend wurden 1991 auch die Gemeinderäume nach Plänen des Architekten Dieter Riepe saniert und der Parkplatz in einen zentralen Kirchplatz mit Aufenthaltsqualität umgestaltet. Geziert wird er von einem Kreuzweg und einer Maximilian-Kolbe Plakette an einer gemauerten Steele, die der Rheinenser Bildhauer Joseph Krautwald schuf.