Christi Himmelfahrt – Christi Heimkehr

 

Wir feiern ein Fest, das einen überholten Namen trägt: „Christi Himmelfahrt“.
Wir sollten in Zukunft immer von „Christi Heimkehr in die Herrlichkeit“ sprechen. Denn Christus ist nicht weggegangen oder gefahren. Er ist uns näher gekommen, weil er jetzt in der Herrlichkeit des Vaters ist. Diese ist überall: in uns, über uns, neben uns, vor und hinter uns. Die Herrlichkeit des Vaters ist die Kehrseite der Dinge, die wir kennen. Himmel ist kein Ort, sondern ein Zustand. Christus ist jetzt näher bei uns als er bei den Aposteln im Heiligen Land war.

Noch etwas anspruchsvoller klingt es aus der Feder von Joseph Ratzinger: „Die Wirklichkeit ‚Himmel’ entsteht vielmehr allererst durch das Ineinandertreten von Gott und Mensch. Der Himmel ist zu definieren als das Sichberühren des Wesens Mensch mit dem Wesen Gott.“ (Einführung in das Christentum, S. 296)
P. Eberhard v. Gemmingen SJ, In: Pfarrbriefservice.de

 


Da geht er
und schaut nach oben,
schaut und schaut,
sieht nicht,
was vor ihm liegt.
Stolpert.
Fällt hin.

Und ich?

Den Blick nach oben gerichtet
suche ich Gott,
suche und suche,
sehe ihn nicht
vor mir, neben mir,
mitten unter den Menschen.
Stolpere, falle über ihn.
Erkenne ihn nicht.

Auch ich
ein Hans Guck-in-die-Luft?

Gisela Baltes, www.impulstexte.de
In: Pfarrbriefservice.de

 

 

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Bild 2: Klaus Kegebein / Quelle: Pfarrbriefservice.de