Christus auferstanden von den Toten

 
Heilszeichen Kreuz
 
Arme ausgebreitet,
in Liebe die Welt zu umfangen,
Verzweiflung in Hoffnung zu wandeln,
Leid und Tod zu besiegen.
Heilszeichen unendlicher, unfassbarer Liebe,
die sich ausliefert und Erniedrigung duldet,
die unsagbare Qual auf sich nimmt,
die uns auf unseren Kreuzwegen begleitet,
die mit uns Verachtung und Ohnmacht erträgt,
die sich dem Bösen preisgibt,
um es zu besiegen,
die im Tod das Tor zum Leben öffnet.
 
Heilszeichen.
Siegeszeichen.
Baum des Todes,
der zum blühenden Lebensbaum wird.
 
 
Text: Gisela Baltes, www.impulstexte.de, In: Pfarrbriefservice.de
Bild: Peter Weidmann, In: Pfarrbriefservice.de
 
 
 
Karfreitag
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ecce homo – ecce homines
 
Seht den Menschen
Er wurde verspottet, gemartert, hingerichtet.
Er blieb seiner Sendung treu,
wollte die Menschen neu öffnen für Gott,
sie öffnen für Liebe untereinander.
 
Seht die Menschen,
die unterdrückten und ausgebeuteten,
denen es am Lebensnotwendenden fehlt,
denen die Menschenrechte verwehrt werden,
die am Boden liegen und nicht mehr aufstehen können.
 
Seht die Menschen,
die Opfer von Krieg und Gewalt wurden,
die verbittert und verzweifelt sind,
die ausgeliefert sind in eigener Verstrickung,
die ohne Liebe und Hoffnung leben.
 
Seht den Menschen
Er hat uns ein Beispiel gegeben,
dass wir ihm nachfolgen und seinem Vater.
Er will uns begegnen in jedem Menschen,
ruft aus ihm nach unserem Erbarmen.
 
 
Text: Irmela Mies-Suermann, In: Pfarrbriefservice.de
Bild: Martina Lindner, In: Pfarrbriefservice.de
 
 

 

Gründonnerstag

 

Abschiedsworte
die im Gedächtnis bleiben
Gebrochenes Brot
als Symbol seines Lebens
 
Nehmt und esst
es verbindet mit ihm
und untereinander
damals und heute

 

Text: Katharina Wagner, In: Pfarrbriefservice.de
Bild: congerdesign / Pixabay.com – Lizenz, In: Pfarrbriefservice.de

 


 

Palmsonntag

 

Der König kommt – und du und ich?

Die Hosiannarufe, der Lärm in den Straßen,
halten wir uns abseits,
weil der, der da kommt,
ja doch kein König ist,
keine Streitmacht hat,
die Römer nicht vertreibt?

Gehen wir ihm entgegen,
halten wir uns ihm entgegen,
unsere Sehnsucht nach Erlösung
vom fremden und eigenen Joch,
die Sehnsucht nach seiner Liebe,
die er uns bedingungslos verspricht?

Breiten wir unsere Kleider vor ihm aus,
die Kleider, die Leute machen,
das, was uns ausmacht?
Sind wir bereit,
ihm alles zur Verfügung zu stellen
im Vertrauen auf seine unsichtbare Macht?

Wie viel taugt unser Bekenntnis?
Sind wir bereit und fähig,
nicht nur Hosianna zu rufen,
sondern auch den Kreuzweg mit ihm zu gehen,
den schmerzhaften Weg vom Tod zum Leben?

 

Text: Irmela Mies-Suermann, In: Pfarrbriefservice.de
Bild: Friedbert Simon, In: Pfarrbriefservice.de