Ein KREUZ-WEG – mal anders – durch Münster-Süd

vom 21. März bis 11. April 2021

Das Lebensschicksal des Jesus von Nazareth hat die Weltgeschichte bewegt wie kaum ein anderes. Was er gesagt und verkündet ist, das ist bis heute vielfach unerhört. Seine Passion ist die Konsequenz einer unglaublichen Beziehungsgeschichte zu einem Gott, den er sogar liebevoll seinen Vater nennt. Unzählige Menschen haben durch die Zeiten hindurch in seiner Passion erfahren, wie nahe ihnen diese Leidenschaft ist und wie verwoben sie mit ihrem eigenen Leben sein kann.
An fünf Kreuz-Stationen an den Plätzen unserer Kirchen laden wir ein, dem eigenen Leben auf die Spur zu kommen sowie sich anregen und bewegen zu lassen von den Leitworten:
Bindung, Last, Hilfe, Trost und Hoffnung.

Ihr Vorbereitungsteam
aus dem Pfarreirat

 

 

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TROST

Jesus begegnet seiner Mutter. Veronika reicht Jesus das Schweißtuch.

Mit einer Postkarte kann ich Verbundenheit signalisieren. Ein Zeichen der Anteilnahme, des Mitleidens. Eine Möglichkeit des Trostes auch über Distanz.
In Coronazeiten eine Postkarte, ein Brief, ein Telefonat, eine E-Mail als Zeichen der Verbundenheit. Musik und Applaus von Balkonen. Zeiten der Stille für mich. Kraft und Trost durch das Gebet.

 


Wem habe ich Trost angeboten?
Wer oder was hat mich getröstet?

 

 

Wenn Sie mögen, nehmen Sie sich eine Postkarte. Schreiben oder malen Sie etwas Schönes auf die Vorderseite oder bieten Hilfe an und geben dann die Karte an einen Mitmenschen weiter.
Falls Sie einem Unbekannten eine Freude machen wollen, werfen Sie die Postkarte doch einfach in den Briefkasten eines Altersheims im Südviertel ein.

 

 

HILFE

Jesus begegnet seiner Mutter. Simon von Sirene hilft Jesus das Kreuz tragen.

Mit einer Postkarte kann ich Verbundenheit signalisieren. Ein Zeichen der Anteilnahme, des Mitleidens. Eine Möglichkeit, Hilfe anzubieten.
In Coronazeiten eine Postkarte, ein Brief, ein Telefonat, eine E-Mail als Zeichen der Verbundenheit. Einkaufspatenschaften für Menschen in Quarantäne. Dem Nachbarn den Weg zum Impfzentrum erleichtern. Zeiten der Stille für mich. Kraft und Trost durch das Gebet.

 

Wem habe ich Hilfe angeboten?
Welche Hilfe kam mir zugute?

 

 

Wenn Sie mögen, nehmen Sie sich eine Postkarte. Schreiben oder malen Sie etwas Schönes auf die Vorderseite oder bieten Hilfe an und geben dann die Karte an einen Mitmenschen weiter.
Falls Sie einem Unbekannten eine Freude machen wollen, werfen Sie die Postkarte doch einfach in den Briefkasten eines Altersheims im Südviertel ein.

 

 

LAST

Jesus fällt unter der Last des Kreuzes.

Das Kreuz ist schwer.
Steine als Symbole der Last. Steine liegen auf unserem Weg. Mit Steinen können wir aber auch bauen – aufbauen.
In Coronazeiten ist es schwer, die Last der Verordnungen zu tragen. Das gewohnte Leben ist unterbrochen; Homeoffice und Homeschooling können zur Belastung werden. Die wirtschaftlichen Einbußen führen zu einer existentiellen Bedrohung. Viele Wünschen lassen sich nicht wie geplant umsetzen.

 

Welche Last bürde ich Anderen auf?
Welche Last wird mir getragen?

 

Wenn Sie wollen, können Sie auf einen Ziegelstein schreiben, was oder welche Sorgen Sie belasten. Diese Last kann symbolisch am Kreuz abgelegt oder zu einer Mauer aufgebaut werden.

 

 

BINDUNG

Jesus wird zum Tode verurteilt. Jesus nimmt das Kreuz auf sich.
Er ist an seinen Auftrag gebunden; bis zum Schluss geht er seinen Weg. 
Offensichtlich tragen die Bindungen, die er eingegangen ist, nicht mehr. Seine Jünger haben ihn verlassen, gar verleugnet.

Bänder können fesseln und unfrei machen. Bindungen in Freundschaft, Gemeinschaft und Familie können stärken.
In Coronazeiten sind wir an die Verordnungen gebunden. Wir sind aufgefordert, Kontakte zu reduzieren. Geschäfte, Schulen und Kitas zu schließen, die Maskenpflicht einzuhalten.

 

Welche Bindungen belasten mich?
Welche Bindungen geben mir Halt?

 

Wenn Sie wollen, können Sie auf ein Schleifenband schreiben, was oder wer Ihnen Halt gibt, oder wodurch sie zurzeit am meisten gebunden werden. Ob Sie durch eine Einschränkung vielleicht auch neue Freiheit erlangt haben. Dieses Band können Sie dann zum Beispiel wie eine Gebetsfahne an das Kreuz binden.

 

 

HOFFNUNG

Jesus stirbt am Kreuz. Sein Leichnam wird ins Grab gelegt.
Jesus gibt sich in die Arme des Vaters. „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist“.

Buchsbaumzweige am Palmsonntag erinnern an den Einzug Jesu unter Jubel- und Hallelujarufen in Jerusalem. Da war die Welt in Ordnung. Die Kraft der Erinnerung hilft uns, in der tiefsten Dunkelheit der Nacht an einen neuen Morgen zu glauben.
Nach Corona wird wieder alles gut. Alles? Werden wir unsere Lehren aus dieser Zeit ziehen oder weiter so, immer weiter, höher und schneller wollen wie vor Corona? Haben wir eine neue Bescheidenheit gelernt, neue Werte entdeckt, wächst etwas Neues?


Was hat sich für mich in letzter Zeit geändert?
Was macht mir Hoffnung?


Ein Samenkorn, das in der Erde „begraben“ wird, erblüht zu neuem Leben. Schenken Sie auch Anderen dieses kleine Ostererlebnis und bringen ihnen ein Samentütchen oder (ab Palmsonntag) einen gesegneten Buchsbaumzweig mit. Denn grün ist Hoffnung!

 

 

 

 

Eine Initiative aus dem Pfarreirat St. Joseph Münster-Süd