MISEREOR-Fastenaktion 2021 – ES GEHT! ANDERS –

 

MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel schreibt in der von MISEREOR herausgegeben Pfarrbriefbeilage:

Liebe Leserin, lieber Leser,
was zählt wirklich für ein gutes Leben? Diese Frage höre ich immer wieder im Zusammenhang mit der Corona-Krise. Veränderungen waren möglich, die unter anderen Bedingungen nur schwer denkbar wären. Zu teilen, auf etwas zu verzichten, kann durchaus wehtun, ist dennoch nicht unbedingt ein Verlust. Im Gegenteil. Es macht uns reicher!
Mit Bolivien stellt MISEREOR ein Land in den Mittelpunkt, von dessen indigenen Völkern wir lernen können: zum Beispiel, dass wir selbst – als Gemeinschaft – die Quelle unserer Kraft zur Veränderung sein können.
Stärken Sie mit uns die Kraft der Gemeinschaft. In Bolivien und in Deutschland. Damit eine andere Welt möglich wird.

Ihr
Pirmin Spiegel

 

 

 

 

 

MISEREOR lädt mit der Fastenaktion
„Es geht! Anders.“
zu einer Neuausrichtung unserer Lebensweise ein.
Mit Respekt für das Gemeinwohl und für den Schutz der Natur.

Beispielhaft zeigen das MISEREOR-Partnerorganisationen im Amazonastiefland von Bolivien. Die Sozialpastoral Caritas Reyes und die Organisation CEJIS arbeiten am sozialen und ökologischen Wandel.

 

 

 

 

 

EINE ANDERE WELT IST MÖGLICH
Wenn Antonia Lurisi den fruchtbaren Waldboden um ihre Tomaten jätet, ist sie Teil eines einzigartigen Ökosystems. Hinter ihr ragen die Baumriesen des Urwalds auf, unter deren Schutz sie und ihre Familie leben.

Waldgärten schützen den Regenwald
Zwischen den Pflanzen des Regenwalds baut sie Obst, Gemüse und Kräuter an – so,
wie sich die Pflanzen am besten vertragen und gegenseitig stärken. „Früher“, sagt Antonia Lurisi, „haben wir einfach alles abgebrannt, um auf den freien Flächen Reis, Maniok und Bananen anzubauen.“ Seit sie und ihr Mann an den Workshops der Caritas teilnehmen, nutzt sie Anbaumethoden, die Menschen, Tiere und den Wald schonen.

GERECHTIGKEIT FÜR INDIGENE
Seit 1978 kämpft die MISEREOR-Partnerorganisation CEJIS mit Öffentlichkeitsarbeit und juristischen Mitteln an der Seite der Ureinwohner Boliviens gegen Landraub, Abhol zung und Vertreibung. Ihr Ziel ist es, die Rechte und Terri- torien der Indigenen zu schützen – als Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben im Einklang mit der Natur.

 

 

 

MISEREOR bittet um Ihre Spende in der Fastenkollekte am 20./21. März 2021.
Sie können Ihre Spende aber auch überweisen auf das
Spendenkonto des Vereins
Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e.V
bei der Pax-Bank Aachen:
IBAN: DE75 3706 0193 0000 1010 10

–> zur Online-Spende auf der MISEREOR-Homepage 

 

 

 

 

Noch mehr erfahren Sie auf der  –> MISEREOR-Homepage oder auf dem –> MISEREOR BlOG

 

Aufruf der deutschen Bischöfe zur Misereor-Fastenaktion 2021

Liebe Schwestern und Brüder,

was wir während der Corona-Pandemie in unserem Alltag erleben, gilt auch weltweit: Wir brauchen den sozialen Zusammenhalt. Wo Menschen aufeinander achten und füreinander einstehen, da kann Zukunft gelingen. Wir sind dringend auf einen Lebensstil angewiesen, der vom Respekt vor jedem Menschen und vor Gottes Schöpfung geprägt ist.
Die diesjährige Misereor-Fastenaktion steht unter dem Leitwort „Es geht! Anders.“ Sie stellt Menschen in den Mittelpunkt, die gemeinsam mit indigenen Gemeinschaften in Bolivien eine bessere Zukunft auf den Weg bringen. Sie passen die Landwirtschaft der Vielfalt des Amazonas-Regenwaldes an. Das Zusammenleben gestalten sie im Einklang untereinander und mit der Schöpfung. Sie leben die Vision: „Es geht! Anders.“
Doch der Lebensraum der indigenen Völker wird bedroht – durch die wirtschaftlichen Interessen der Agrarindustrie, durch Bergbau und Gasförderung.
Deshalb: Stellen wir uns an die Seite der Menschen in Bolivien und andernorts! Gestalten wir gemeinsam die Fastenzeit als eine Zeit der Umkehr. Streben wir nach mehr globaler Gerechtigkeit – sozial und ökologisch. Teilen wir mit den Menschen im Globalen Süden unsere Hoffnungen, unsere Gebete und unser Engagement. Herzlich danken wir Ihnen auch für Ihre großherzige Spende für Misereor.

Fulda, den 24.09.2020

Für das Bistum Münster
† Dr. Felix Genn
Bischof von Münster

 



Beitragsbild oben:

MISEREOR-Hungertuch 2021 „Du stellt meine Füße auf weiten Raum?“
von Lilian Moreno Sánchez © MISEREOR – © Härtl/MISEREOR
Basis des Bildes ist ein Röntgenbild, das den gebrochenen Fuß eines Menschen zeigt, der in Santiago de Chile bei Demonstrationen gegen soziale Ungleichheit durch die Staatsgewalt verletzt worden ist.
Das Bild ist auf drei Keilrahmen, bespannt mit Bettwäsche, angelegt. Der Stoff stammt aus einem Krankenhaus und aus dem Kloster Beuerberg nahe München. Zeichen der Heilung sind eingearbeitet: goldene Nähte und Blumen als Zeichen der Solidarität und Liebe. Leinöl im Stoff verweist auf die Frau, die Jesu Füße salbt (Lk 7,37f) und auf die Fußwaschung (Joh 13,14ff ).


Lesen und Hören Sie mehr über das Hungertuch auf der  –> MISEREOR-Homepage